Fakten und Mythen

Das Thema „Abnehmen am Bauch“ ist wohl eines der am heißesten diskutierten Themen im Bereich Fitness. Fast schon täglich flattern einem E-Mails ins Postfach, die mit dem neuesten Geheimmethoden werben um endlich abzunehmen und Bauchspeck loszuwerden, und Zeitschriften ins Haus, die mit extravaganten und neumodischen Diäten vollgepflastert sind, die endlich die langersehnte Strandfigur versprechen. Wie soll man bei all den Informationen noch den Überblick behalten, geschweige denn filtern, was denn nun der Wahrheit entspricht und was unnützer Quatsch ist.

Abnehmen am Bauch Fakten und MythenFakt ist, dass es kein Geheimnis ist, wie man seine überflüssigen Pfunde verliert. Es ist sogar absolut idiotensicher. Fakt ist allerdings auch, dass die Fitnessindustrie uns gewollt eine scheinbar unüberschaubare Menge an Programmen, Diäten, Mittelchen und sonstige Produkte um die Ohren haut um uns gezielt zu verwirren. Denn ein verwirrter Kunde lässt sich leichter von einem scheinbar neuartigen Wunderprodukt überzeugen, als einer, der weiß, dass das beworbene Produkt für die Katz‘ ist.

 

Die Wahrheit

Die Wahrheit ist, man kann nicht am Bauch abnehmen, zumindest nicht nur! Der menschliche Körper ist ein in sich geschlossenes System. Dementsprechend funktioniert auch die „Reserveeinlagerung“, die uns eher als Fettpolster bekannt ist. Das bedeutet: Nimmt ein Mensch mehr Energie, in Form von Nahrung auf, als er verbrennt, so nimmt er zu und das systemisch. Konkret bedeutet das, dass der Körper die Fettreserven gleichmäßig verteilt. Natürlich gibt es genetisch bedingt bevorzugte Stellen für die Fetteinlagerung, wie z.B. den Bauch, die Hüften, den Hintern, etc. Dennoch nimmt niemand ausschließlich an einer dieser Stellen zu.

Was bedeutet das nun für jemanden, der am Bauch abnehmen möchte? Das bedeutet schlicht und ergreifend, dass man wohl oder übel gezwungen ist, seinen Körperfettanteil zu reduzieren und systemisch Fett zu verbrennen. Lokale Fettverbrennung existiert nicht – das ist ein Mythos! Am Bauch abzunehmen lässt sich ausschließlich über einen Abbau von Körperfett am gesamten Körper erzielen.

 

 

Die Methodik

Nachdem theoretisch nun alles klar ist und die Fakten auf dem Tisch liegen, stellt sich nun die Frage, wie man das Gelernte in die Tat umsetzt und so seinem Traum, einen flachen und straffen Bauch zu haben, einen Schritt näher zu kommen.

Nun, zunächst muss man sich bewusst machen, dass die Bauchmuskulatur unter einer der Hauptfettdepots des menschlichen Körpers liegt – dem Bauchfett. Um jene Muskulatur freizulegen, muss dieses Depot auf ein Minimum schrumpfen. Das erreicht man am besten durch ein strukturiertes und strenges Cardioprogramm, gepaart mit einem Ernährungsplan. Um tatsächlich am Bauch abzunehmen und nicht nur auf der Stelle zu treten, sollte dieser Plan streng genug sein um Erfolge zu erzielen, aber nicht zu streng sein, sodass er nach wenigen Tagen aufgegeben wird. Je nach Höhe des Körperfettanteils kann es einige Wochen dauern, bis die Resultate sichtbar werden und die Bauchmuskeln zum Vorschein kommen.

 

Die Übungen

Obwohl es nun ja bekannt sein sollte, dass eine lokale Fettverbrennung nicht möglich ist und somit jegliche Bauchübungen nicht zum Fettabbau beitragen, so sollten diese doch keinesfalls vernachlässigt werden. Der Grund hierfür ist simpel: Zwar baut man keine Fettzellen ab durch ein hartes Bauchworkout, jedoch stärkt man seine Bauchmuskulatur und baut diese auf. Man kann dies als Angriff von 2 Fronten betrachten. Kombiniert man den Diät- und Cardioplan mit regelmäßigem Bauchtraining, so können sich die Abnehmergebnisse deutlich schneller bemerkbar machen.

 

Das Fazit

Mit dem nun erlernten Wissen, dass eine lokale Fettverbrennung durch Stups, Crunches, o.Ä. biologisch unmöglich ist, sowie der Tatsache, dass nur eine strikte und disziplinierte Diät in Kombination mit regelmäßigen Bauchtraining, zum Ziel führen, sollte es nun auch für einen Laien möglich sein, erfolgreich am Bauch abzunehmen. Disziplin und Durchhaltevermögen spielen bei diesem Vorhaben wohl die größte und wichtigste Rolle.